
Zwischen windzugewandter und windabgewandter Fassade entstehen messbare Druckunterschiede, die Luft durch offene Wege treiben. Schon wenige Pascal genügen, wenn Öffnungen klug positioniert sind. Achten Sie auf Dichtungen, Fugen und Spalten, die ungewollte Kurzschlüsse erzeugen. Notieren Sie Windrichtung, Geräusche und Zuggefühl, um Luftpfade bewusst zu erkennen und dauerhaft zu verbessern.

Warme Luft steigt auf und zieht kühlere nach, besonders über Treppenhäuser, Oberlichter oder hohe Fenster. Nutzen Sie diesen Effekt, indem Sie oben leicht öffnen und unten gezielt Frischluft einlassen. So entsteht eine beruhigend konstante Strömung, die auch ohne starken Außenwind funktioniert. Dokumentieren Sie Zeiten mit der größten Temperaturdifferenz, um den Effekt reproduzierbar zu nutzen.

Entscheidend ist nicht nur die Anzahl der Fenster, sondern ihre wirksame, freie Öffnungsfläche entlang eines zusammenhängenden Strömungswegs. Vorhänge, Fliegengitter, Lamellen und Möbel verringern Querschnitte. Prüfen Sie, wie weit sich Flügel wirklich öffnen, und entfernen Sie verdeckte Hindernisse. Größerer freier Querschnitt bedeutet spürbar stärkere Spülung und schnellere Abkühlung.